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Constructive Project Studio
Frühlingssemester 2009 | Urbane Dachlandschaften heute
Stadterweiterung in der Vertikalen
„In einer Stadt besteht ein grosser Teil der Oberfläche aus Dächern. Im Zusammenhang mit der Tatsache, dass die Gesamtfläche einer Stadt, die der Sonne ausgesetzt werden kann, begrenzt ist, lässt sich leicht einsehen, dass es nicht nur natürlich, sondern wesentlich ist, Dächer so anzulegen, dass Sonne und Luft genützt werden.“- so Christopher Alexander.
Der Dachraum birgt die wohl bedeutendste Ausbaureserve im Zentrum unserer mitteleuropäischen Städte. Es verbirgt sich hier ein immenses Verdichtungspotential, ohne dass dabei neuer Raum beansprucht werden müsste. Die Möglichkeit eines solchen Wachstums in der Vertikalen fordert dabei neben der Bewilligungsbehörde und der Denkmalpflege insbesondere auch den Architekten.
In der Ausnutzung der grossen Dachvolumen der Gründerzeitquartiere unserer Städte liegt zweifelsohne ein grosses Potential. Der formale Spielraum wird dabei durch eine klar formulierte Baugesetzgebung und eine eng gehaltene Interpretation der „Quartierverträglichkeit“ durch das Amt für Städtebau gehandhabt. Zum Schutz der traditionellen Dachlandschaft wird ein Bild möglichst nahe am ursprünglich ungenutzten Kaltdach und eine maximale Homogenität angestrebt.
Wird man damit der neuen Situation der bewohnten Dächer gerecht? Wird nicht eine Chance - die veränderte Nutzung in einem neu interpretierten Bild der Dächer darzustellen - vergeben? Müsste es nicht möglich sein, neue, den neuen Anforderungen angemessene Dächer, zu bauen, ohne den Anspruch auf Quartierverträglichkeit aufzugeben?

- Semesterplakat


