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Constructive Project Studio

Unschlecht | Stefan Meyer

1_Meyer-Modell44
Meyer-Ansicht13
Meyer-Detail05
Meyer-Grundriss03
Meyer-Grundriss36
Meyer-Grundriss57
Meyer-Modell60
Meyer-Schnitt31
Meyer-Schnitt36-1
Meyer-Situation39
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Meyer-Grundriss03
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Städtebaulich verhält sich das Projekt von Stefan Meyer als überhoher Punktbau am Fischmarktplatz. Dies im Gegensatz zu den meisten Projekten, welche den bestehenden Winkelbau mit seiner differenzierten Höhenentwicklung übernehmen. So interessant der städtebauliche Ansatz sein mag, so kann das geforderte Raumprogramm nur mit einigen Abstrichen bezüglich des Betriebes und der Nutzung in das vertikal gegliederte Gebäude eingeschrieben werden. Die gewünschte Verortung in den bestehenden, fragmentarisch erhaltenen Hofraum wird durch eine geschosshohe Mauer erreicht. Diese bildet eine neue Ebene, die den Zeilenbauten am Fischmarktplatz auf der Rückseite zum See eine neue private Gartenterrasse als Aussenraum anbietet.

 

Vermag der eigenständige städtebauliche Eingriff bezüglich der Nutzung und des Betriebs nicht ganz zu überzeugen, so entwickelt das Projekt von Stefan Meyer auf der Ebene des Wechselspiels von Bekleidung und Struktur einen gehaltvollen Beitrag. Das Gebäude besteht aus einem klar strukturierten Raumgitter im Ortbeton, das gleichsam Rahmen bildet für unterschiedliche Füllungen. Diese Raum bildende Betonstruktur wird im Innern erlebbar und vermag neben einer angemessenen Raumgliederung auch Sockel und Fensterrahmen bilden. Die einzelnen Rahmungen sind mit Holzpaneelen gefüllt, die mit ihren Rahmenverbreiterungen in furnierten Holzelementen ein stimmiges Bild für den Innenraum generieren. Dieses Raumskelett mit seinen Füllungen als Membranen wird mit einer Aussendämmung bekleidet, die durch leichte Einwölbungen die Füllungen der Betonrahmen thematisiert. In diesem Sinne leistet das Projekt eine gelungene Synthese von Tektonik und der Bekleidung, die zu einem eigenständigen Ausdruck führt.

Dozierende

Beat Waeber (Leitung)

Marc Loeliger