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Constructive Project Studio
Frühlingssemester 2011 | Studio 2
Langstrasse
Während sich der gegenwärtige Verdichtungs- und Umstrukturierungsprozess unserer Städte in den peripheren Lagen in Form von grossmasstäblichen Eingriffen vollzieht, die sich meist als grossangelegte äussenräumliche Neukonzeptionen manifestieren, erfolgt der Wandel der Innenstädte weit weniger augenfällig. Hier sind es oft einzelne Gebäude, die mittels einer subtilen Differenzierung zwischen öffentlichem und privatem Raum den Anstoss für die Transformation des bestehenden Kontextes geben.Ausgehend von einer Architekturauffassung, die das Gebäude als ein Epochen überschreitendes Kulturgut auffasst, wollen wir uns im Verlauf des Frühlingssemesters dem Entwurf der räumlichen Struktur eines innenstädtischen Gebäudes widmen. Dies im Bewusstsein, dass sie Ausdruck der Gesellschaftsform ist und dass sich durch ihre Permanenz auch ihre architektonischen Wertvorstellungen mit denjenigen zukünftiger Gesellschaftsformen überlagern werden.
Zu entwerfen ist ein Gebäude von mittlerer Grösse im zürcher Langstrassenquartier, das private Nutzung mit gemeinnütziger Nutzung in sich vereint. Der gemeinnützige Gebäudebereich soll als Erweiterung des öffentlichen Stadtraumes im Gebäudeinnern konzipiert werden, das etwa nach dem Vorbild der Londoner „Idea Stores“ eine Alternative zur kommerziellen Nutzung bildet: ein Ort der Entspannung, der Information und des sozialen Austausches, der vorwiegend für jüngere, unterprivilegierte Bevölkerungsschichten gedacht. Als Privatnutzung sind Wohnungen zu entwerfen. Die Gebäudenutzungen sind auf eine heutige wirtschaftliche und gesellschaftliche Situation zugeschnitten, die sich in Zukunft ändern kann. Öffentliche und private Bereiche, die Räume von unterschiedlicher Höhe und Spannweite generieren, bilden die Arbeitshypothese für die Planung heterogener Gebäudestrukturen. Schwerpunkt unserer Untersuchung ist die Thematisierung dieses Aufeinandertreffens.

- Semesterplakat


