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Constructive Strategies

Konstruktives Denken

Luca Selva, Wohnsiedlung Densa-Park, Basel, Baustelle 15.08.2011

Lehrinhalte und Lernziele

Im Unterschied zum Begriff bauen meint konstruieren sowohl bauen, das heisst errichten eines Gebäudes, als auch eine theoretische Entwicklung des Bauobjektes bezüglich Materialisierung, Detaillierung und Produktion. Die dafür nötige geistige Durchdringung des Gegenstandes ist eine intellektuelle Leistung, Ausdruck eines systematischen und rationalen Denkens. Gemäss Viollet-le-Duc ist Konstruktion aber nicht nur eine Wissenschaft, sondern auch eine Kunst. Somit hat die Beschäftigung mit Konstruktion auch eine intuitiv-subjektive Seite. Diese Haltung, die Konstruktion in einem umfassenden Sinn als Mittel zur technischen Umsetzung ebensowie zur Erzeugung gewünschter architektonischer Raumstimmungen und Raumverhältnisse versteht, liegt dem Wahlmodul auch im Frühlingssemester zu Grunde.

 

Die Vorlesungsreihe bedient sich weiterhin vier unterschiedlicher Betrachtungsebenen, die von übergeordneten Fragen über die Behandlung einzelner Bauteile und Materialien bis zur Thematisierung von Fertigungstechniken reichen. Vermittelt wird nicht eine geschlossene Theorie der Konstruktion; vielmehr geht es um die Erarbeitung eines theoretischen Rüstzeugs, das Konstruktion in ihrerVielschichtigkeit erfahrbar macht. Dazu gehört die bewusste Verwendung einer Terminologie, die ein Nachdenken und Sprechen über Konstruktion erleichtert. Ziel des Moduls ist die Fähigkeit zur differenzierten Analyse und kritischen Beurteilung konstruktiver Konzepte.

 

Methode und Leistungsnachweise

Das Wahlmodul ist als Vorlesungsreihe mit grossem Diskussionsanteil angelegt. Bedingung für die Erteilung der Creditpunkte ist nebeneiner aktiven Beteiligung am Unterricht die Absolvierung eines Kurzreferates samt dazugehöriger Vertiefung. Die Eigenleistung wird benotet.

Dozierender

Christoph Wieser