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Vorwort zu Weinhaus in Fläsch
In einer ersten grösseren Entwurfsaufgabe soll nun dieses Grundlagenwissen gebündelt werden und in ein Projekt mit mehreren Nutzungseinheiten einfliessen. Aus Teilen soll ein Ganzes entstehen, eine Anlage mit spannungsvoller Raumverknüpfung im Inneren und präzisen Übergängen und Bezügen zum Aussenraum und zu den bestehenden Bauten. Die Materialisierung und die konstruktive Umsetzung sollen diese Raumdramaturgie reflektieren und eine projektprägende Stimmung erzeugen.
Für ein Weingut mit zwei Hektaren Rebland soll in Fläsch ein Weinhaus geplant werden. Alle Arbeitsschritte der Weinherstellung- das Einbringen der abgelesenen Reben, die Gärung, das Abfüllen bis zur Lagerung des fertigen Weins- sollen in geeigneten Räumen in diesem Gebäude Platz finden. Eine interessierte Kundschaft ist willkommen, die Räume zu besichtigen und eingeladen, die mit viel Wissen und Können hergestellten Weine in einem
Degustationsraum kennenzulernen und zu geniessen. Die Räume dienen der Bearbeitung und Lagerung des Weins und gleichzeitig der Information, Repräsentation und Vermittlung einer besonderen Stimmung des kultivierten Geniessens. Dazu trägt auch die unmittelbare Umgebung von Bungert und Wingert bei, die benachbarten älteren Bauten oder die Aussicht auf die weiter entfernt gelegenen Reben des Fläscherbergs.
Die Studierenden lernen einen konzeptuellen Überbau zu erarbeiten, der aufgabenbezogene, ortsbauliche und landschaftliche Eigenschaften benennt, sichtbar macht und sie räumlich anregend verarbeitet. Sie erfahren die wichtigsten architektonischen Themen mit Bezug zum konzeptuellen Überbau zu bearbeiten. Es sollen konstruktive Zusammenhänge hergestellt werden, die den aktuellen Stand des Wissens wiedergeben, so dass die Arbeit ein nachvollziehbares Ganzes ergibt.

